Na,
da hat eine neue „Gewaltstudie“ doch wieder was „Erschütterndes“ zutage gebracht:
So viele ausländerfeindliche Jugendliche in Deutschland (14,4%)!
So viele eindeutig rechtsextreme Teenager (5,2%)!
So viele Jünglinge, die einer rechtsextremen Gruppe auch angehören (4,9%)!
Ja, das ist absolutely schocking alles, schon klar.
Bloß dass diese rechtsextremen Gruppierungen erfolgreicher sind als alle anderen politischen Organisationen zusammen (!), ist schon ein wenig lächerlich. Da fragt man sich echt, wie schlecht die demokratischen Parteien sein müssen bei der Nachwuchswerbung, wenn sie von ein paar braunen Freaks da meilenweit überrundet werden. Scheint da echt ein wenig an Aufklärung zu mangeln.
Ansonsten … die meisten dieser Jugendlichen werden mit der Zeit sicherlich vernünftiger werden in ihrer politischen Stellung. Solange sie nicht allzu massiv in die inneren rechten Kreise gelangen, werden sie es aus dem braunen Sog auch schon wieder rausschaffen; vorausgesetzt, es wird wirklich zur Genüge aufgeklärt über den Unsinn, der verbreitet wird von den Rechtsradikalen.
Und umso mehr Gekreische darüber jetzt laut wird, desto mehr Popularität erlangen diese braunen Kreise auch. Das wäre vielleicht noch zu beachten, bevor es hier zur Massenhysterie über die „verschmutzte Jugend“ kommt. Bei solchen nun wirklich nicht all zu bedrohlich anmutenden Prozentsätzen ist das nämlich wirklich ein wenig unangebracht, auch wenn ein paar gut gemachte Präventionsideen natürlich nur Willkommen sind, doch das waren sie vorher ja auch schon.
Apropos verschmutzt: Es gibt etwa vier Mal so viele Pornokonsumenten wie Raucher in Deutschland. Bevor man hier über die eher kleineren Makel der Jugend hermacht, sollte man vielleicht mal über die negativen Folgen des Pornographiekonsums bei Jugendlichen (natürlich auch bei Erwachsenen; da wäre es sehr ratsam, auch mal vor der eigenen Haustür zu kehren) etwas sagen. Zum Beispiel, dass die Persönlichkeitsentwicklung ganz schön krumme Wege gehen kann, werden Rollenbilder übernommen aus den Filmchen. Oder, dass bei sukzessiver Steigerung des Konsums (in Häufigkeit wie auch in „Qualität“), welche sehr oft automatisch einsetzt, da beim Betrachten der „schönen“ Bilder ein Belohnungssystem des Gehirns aktiviert wird, eine gewisse Abstumpfung einsetzt, verbunden mit nur noch maschineller Reaktion, was im wirklichen Geschlechtsverkehr ziemlich frustrierend sein kann.
Aber DAS ist natürlich ein Tabuthema, wär doch schlimm, wenn man selber als Erwachsener keine tollen Filme mehr gucken dürfte. Also lieber totschweigen und nur über die Makel der Jugend herfallen, die einen selbst nicht betreffen.
Top!
rev